Judihuiii aus Argentinien
Endspurt...., Argentinien 25.9.2003
Endspurt... - am 29. verladen wir unser "Zuhause" aufs Frachtschiff
"Grimaldi" und gemeinsam mit unserem Gefährt und 500 Container gehts zurueck gen'
Europa. 28 Tage auf See, - ....nichts als das Blau vom Meer und ca. alle
Woche einmal ein kurzer Landgang auf unterschiedlichen Kontinenten, ... -
perfekt um Erlebtes zu verdauen, an unserem Film- und Fotomaterial zu arbeiten und die
abenteuerlichen Lebensgeister auf ein neues gefreutes und spannendes Leben
zuhaus vorzubereiten.
Unsere Expedition quer durch Kanada bis Alaska und im zig-zag runter bis hier
nach Argentinien gehoert zum schoensten und abwechslungsreichsten alles bisher
Erlebten. Die Waelder, Seen und Fluesse in Kanada und Alaska mit Baer, Elch und
Bison. Unsere Expedition ins "Valley of the ten thousand smokes" -
Katmai.N.P. - in Alaska, wo unsere Encounters mit Grizzly's sogar die
unbeschreibliche Vulkanwelt uebertrumpfte. Die 6 fantastischen Wochen mit Aschi
(Fraenzi's Papa) durch die Nationalparks im Suedwesten Kanadas und den
Yellowstone N.P im Schnee, - wo wir Aschi eines Morgens im "Iglu"
vorfanden... -; dann die unuebertrefflichen "Ferien" mit Segelboot in
der Baja de California, unser "race" quer durch Mexico mit
Marco&Nadia und der Vulkan "Fuego de Colima"..., das arme aber unendlich farbige
Guatemala mit seinen 4 aktiven Vulkanen, der Arenal
in Costa Rica oder der Tungurahua in Ecuador, deren Gipfel uns einfach nicht
haben wollten;....die vulkanischen Galapagos-Inseln mit Ihrer zahmen Tierwelt
und eigentuemlicher Flora und schliesslich die Welt der Anden - ein
Vulkan am anderen... - und unsere
Abenteuer auf und entlang der unendlichen Vulkanwelten in Suedamerika... - und
nicht zu letzt natuerlich die vielen tollen Leute, die wir auf unserer Reise
kennengelernt haben.
Wir denken, es wird nicht das letzte mal sein, dass wir unseren Forschergeist
mobilisieren, um neue Ufer unserer Welt zu erkunden. - Ein Privileg fuer welches
wir unendlich dankbar sind...

Durchquerung Salar Uyuni... - Bolivien, August 2003.
Unsere Webpage, die Infos über unsere Vulkanexpeditionen, Abenteuerpfade,
die vielen Fotos und die Hints&Tips werden wir weiterpflegen
und weiter ausbauen. Wir haben so viele tolle Feedbacks erhalten, dass es uns
eine Freude bereitet, Erlebtes zu veroeffentlichen und anderen Abenteurern die
Pforten zu teilweise zufaellig, andernorts gezielt angesteuerten Traumorten -
und speziell natuerlich zu interessanten Vulkanen - zu
oeffnen. Im speziellen moechte ich mir die Zeit nehmen, um die GPS-Positiionen
der herrlichsten Camp-Spots von Alaska bis Argentinien niederzuschreiben, damit
Reisende auf gleichen Pfaden weniger Zeit mit Suchen solch toller Orte aufwenden muessen als wir.
Bevor wir uns allerdings dem Gedanken des "Heimfindens" und der
Zukunft widmen wollen, hier noch kurz einen Abstecher in unsere herrliche Gegenwart
hier in Argentinien, dem Land des Fleisches, der Weine und der mit Kanada
vergleichbaren Weite und landschaftlichen Vielfalt.
Nach 11 Tagen Zwangspause in der Stadt Jujuy in Nordwest-Argentinien, in
welcher unser Gefaehrt nach dem Unfall wieder
hergerichtet wurde, sind wir die Ungluecksstrecke nochmals zurueckgefahren, um
dann auf der "Routa 40" - einer Gravelpiste durch die Nordwestliche
Andenkordillere Argentiniens - die Vulkane "..." und "los
Chemelos" aufzusuchen und anschliessend auf der Routa 40 gegen Sueden in
Richtung Mendoza zu fahren.



Der Unfall auf dem Passo de Jama, auf welchem uns am 28. August 03 vor einer
Kurve wartend ein Riesen-Camion mit seinem Anhaenger die Bullbar durchschlug,
Radiator, Oelkuehler, Klimaanlage, Schnorchel und insbesondere die Motorhaube
und Kotfluegel zerstoerte ging am Ende positiv aus. Die Versicherung des
Schuldigen Gefaehrts aus Paraguay hat die gesamten Reparatur-Kosten bezahlt.



Dank Perfektionsarbeit in der Garage Paul Bernal in Jujuy sieht unser Gefaehrt
wieder aus wie neu und hat gleichzeitig eine "Generalueberholung"
erhalten.

Zu empfehlende Garage in Jujuy. - Taller Paul Bernal...
"Gracias Paul!!!" :)
Erfolgsfaktoren waren unsere beweistraechtigen digitalen Bilder des
Geschehens (Unfall, Lage der Gefaehrte, Schaden, Fotos der Uebeltaeter,
Fahrerflucht des Camions) sowie die Kooperation der Argentinischen Polizei,
welches den fluechtigen Transporter 5 Stunden nach dem Unfall noch vor dem
Grenzuebertritt nach Chile stoppen konnte und uns alle Personen- und
Gefaehrt-Daten uebermittelt hat.
Dass sowohl das Transportunernehmen in Paraguay sowie deren Versicherung
offensichtlich seriöse Unternehmen sind und schliesslich kooperativ waren, war
dabei Glueck. Wir sagen uns immer: "Gottseidank nur
Blechschaden". Der gleiche Camion hatte gleichentags noch einen anderen
Unfall produziert (wir spekulieren auf Alkohol am Steuer) und an anderer Stelle
am Pass haetten wir mit einer Frontalkollision oder dummem Ausweichmanoever auch
leicht das Leben verlieren koennen. "Glueck im Unglueck"... scheint
uns, ein angebrachter Termus zu sein.
In Cafayate verwoehnten wir uns mit Besuchen verschiedener Weinhaeuser und
stiessen zum ersten Mal auf die beruehmt-beruechtigte unschlagbare
Fleischqualitaet, fuer welche argentinisches Fleisch weltweit bekannt ist. Fuer
unschlagbare 7 Schweizerfranken kauften wir ein 2-Kilograemmiges Rindsfilet
erster Guete und in wenigen Minuten werden wir ein tolles Stueck mit Fraenzis
"Morchelrahmsauce" in Angriff nehmen... - jammiii....

Die Vulkane "Los Chemelos" - und Hugi's
Gesteins-Studie....

Wunderbare Canyonlandschaft oestlich von Cafayate in Richtung
Salta...
Argentinien ist zum jetzigen Zeitpunkt das guenstigste Reiseland auf dem
gesamten Kontinent, da der argentinische Peso nach einer vor 3 Jahren
eingelaeuteten Krise, heute noch knapp einen Drittel seines Wertes aufweist. Mit
im Vergleich zur Qualitaet bereits vor der Krise niedrigen Preisen fuehrt dies
heute ultimativ zum Schlaraffenland fuer Reisende wie uns mit "harter
Waehrung". - Oder wie waers mit einer super tollen Flasche Wein fuer 4
Franken, 1 Kg Gemuese fuer 30 Rappen und 1 Kg Rindsfilet fuer 3,5 Franken(!?).
Die Gegend noerdlich von Cafayate auf der "Routa 40" waren
landschaftlich spektakulaer. Mehr als 500 Kilometer "Gravel-Piste", welche problemloszu bewaeltigen sind und durch eindrueckliche Canions und
berglandschaften mit spektakulaerer Farbenpracht fuehrt. Wind- und Wassererosion
fuehrt zu unglaublichen Felsformen und Landschaften, welche von einem
"Miro" nicht besser haetten kreiert werden
koennen.




In Vulkanischer Hinsicht war die Einfahrt nach Argentinien von
Nordchile über die Routa "...." hoechst interessant. Wie schon in
Bolivien tragen die vielen Vulkane am Weg keinen Namen "volcan x"
sonder "cerro x" (berg x), da unkundige in früheren Zeiten diesen
schlafenden Vulkan-Giganten keine vulkanische Vergangenheit zumuteten. An
verschiedenen Orten konnten wir als mittlerweile "kleine Geologen"
Krater aus laengst vergangenen Zeiten identifizieren, deren Umfang mehrere
Kilometer betragen und wohl noch unidentifiziert und namenlos sind.

Nach unserem "Weinstopp" in Cafayate sind wir nun ausgeruestet mit
viel Cabernet, Malbec und Torrontes - und natuerlich besagtem Rindsfilet.. :) -
unterwegs auf unserer wohl letzten Abenteuerstrecke in Richtung Mendoza, von wo
wir binnen 2 Tagen direkt nach Buenos Aires fahren werden. Nach nunmehr einer Woche in
der Natur freuen wir uns auf ein heisses Bad in den heissen Quellen von Fiambala
- d.h., wenn der Kuhpfad, auf welchem wir uns seit einem Tag befinden
tatsaechlich einen Ausgang zum Tal westlich von uns hat - und uns nicht doch
noch zur Rueckkehr zwingt. Ein Bewohner des letzten Dorfes meinte "mit 4x4
moeglich" zwei andere meinten "unmoeglich..." - und mittlerweile
stecken wir in ca. 2/3 der Wegstrecke und hoffen fest, der besagten
"Unmoeglichkeit" nicht doch noch zu begegnen, um wieder einen Tag lang
mit 5km/h zurueckzuholpern und dann gezwungenermassen ohne vulkanisch-heisses
Bad gen Sueden weiterziehen zu muessen.
Wow... - nun fliegt Fraenzi grad die Rindsfilets ein - ... Megatoender(!),
mit Nudeln, Morcheln und Gemuese... :) - Hat heut wer Geburtstag??!
Ein Gruss an alle Fleischmaudi's im teueren Schweizerlaendle!
Tja. Mittlerweile sind wir einen Tag weiter, Fraenzi kocht bereits wieder
Filet (diesmal à la Stroganoff!) und wir geniessen die heissen Quellen von
Fiambala. Unser Abenteuerpfad - 80 Kilometer - von "Londres" nach
"Tinogasta" waren problemlos zu bewaeltigen. Unsere Bodenfreiheit und
der kleine Wenderadius waren zwar hilfreich, aber auch mit VW-Bus haetten wir
die Strecke passieren koennen.
Die heissen Quellen von Fiambala sind die schoensten touristisch
aufgearbeiteten Quellen, denen wir je begegnet sind. 14 Km oestlich von Fiambala
gelegen bieten die vielen kuenstlerisch angelegten Terassen eine wunderbare
Auswahl der perfekten Temperatur und die Anlage liegt in einem windgeschuetzten
Tal mit vielen schattenspendenden Baeumen, Sitz-, Grill- und Camp-Gelegenheiten.
Ein Ort, um ein paar Tage Pause zu machen, wenn dies der Reiseplan zulaesst!

An den Quellen haben wir noch ein Schweizerpaerchen kennengelernt (diese
Schweizer trifft man wirklich an allen Ecken!) und nach dem Z'Nacht freuen
wir uns auf's besser Kennenlernen bei einem kuehlen Bier im heissen Pool.


...die 4 Schweizer im Pool mit Bier bzw... "Mate" ... :) - EIN
GRUSS NACH AARGAU!
Morgen gehts weiter in Richtung San Juan und zu den weltberuehmten
Nationalparks "Tambamaia" und ins "Valle de la luna". Die
Landschaft in diesen Parks sind hoechst interessant und beherbergen
geologische Phänomene und Petroglyphen, welche erst in juengerer Vergangenheit
- nicht zu letzt durch Erkenntnisse aus dem Forschungsgebiet der Vulkanologie -
erklaerbar wurden. Mehr dazu in einem gesonderten Bericht..., jetzt ist erneut
Festschmaus angesagt und dann kuehl Bier in "hot-pool"! :)
Tja, nun wuenschen wir Euch in den noerdlichen Koordinaten tolles
Herbstwetter, unseren Reisefreunden hier im Sueden einen sonnig-warmen
Fruehling... - und wir melden uns schon bald wieder von zuhaus aus dem
Waschhaus... :)
1000 :) & Quiiiitsch
Marius&Fraenzi
PS: ...man wuensche uns auf der 28-taegigen Ueberfahrt einen tollen Koch und
keine Wirbelstuerme...! :)



...Gourmet-Times in Mendoza - Zum Z'Mittag bei Bodega
Zuccardi...