Lava-Tube "Backdraft"      Home Feedback Content Search


Home Nach oben

Hello aus dem Yukon.
(Kluane National Park, Kluane Lake, Mittwoch, 21. August 2002)

Vorerst 1000 Dank für alle Feedbacks, e-mails und Kommentare, die uns auf
unser letztes Mail erreicht haben. Es gibt nichts Schöneres, als
zwischenhindurch mit dem Laptop auf der Schoss neben dem warmen Feuer zu
sitzen und die Lebenszeichen von zuhause auszukosten.... :)

Tja. Das Feuer brennt, darneben im "Campoven", toll in Glut eingebettet,
meldet sich unser Brot und der Kuchen mit einem feinen duftgemisch von Brot
und geschmolzener Schockolade - und hinter uns geht der Mond auf - Vollmond,
wie's aussieht.

Wir verbringen eine tolle Zeit, ..intensiv wie fast noch gar nie. Binnen 3
Monaten sind wir quer durch Kanada, durch Alaska und nun wieder südwärts,
knapp nach der Grenze in Kanada - im Staat Yukon, im Kluane Nationalpark
angekommen.


Katmai N.P - Base Camp am Naknek Lake, Margot Creek         "Dry Food" ...Valley of the Ten Thousand Smokes

Mittlerweile sind wir voll drin im Reisetrott - positiv meinen wir das... -
als erstes Kaffee in der Morgenkälte und dann rasch in warme Kleider...,
zumeist bei Morgengrau irgendwo in der Wildnis, Mossi-Spray gegen Mücken,
Sandflies ("No see'ems" - (zu klein too see - passt gut!...) heissen sie
hier), White Socks (kleine Stechfliegen - beissen hässliche Dreiecke aus der
Haut und's juckt......äè!), dann Oel&Wasser&General Check und s'kann wieder
weitergehn bis zur Destination wo wir dann wieder für ein paar Tage mit
Rucksack, Zelt&Schlafsack losziehen..., die Finger und Füsse haben
mittlerweile dicke Hornhaut zugelegt - nur noch selten Blasen an Fersen und
Risse in den Fingerkuppen, kaltes Bad im See oder Fluss - Toll, ...wie haben
wir am Anfang noch gequiiitscht als wir das Gefühl hatten: "das ist aber
kälter, als die Aare je wird"... - dann unsere Muskeln in Beinen, dem
Hintern und am Rücken die sich wiedergebildet und sich an schwerere Last
gewöhnt haben; auch das immer Draussen ein (in Aurasien & Co., wars
wenigstens immer schön warm...) - und ja - das nass werden... - das Wetter
und die Temperaturen sind absolut unberechenbar und wechseln hier in den
Bergen ständig und schnell; mittlerweile haben wir uns auch dran gewöhnt,
dass wir durch das Ueberqueren der Flüsse eh immer mit nassen Füssen
wandern... - was soll's - es ist hier nicht zu vermeiden, denn mit Tevas
kann man keine undurchsichtigen Gletscherflüsse durchqueren...; auch das
andauernd unterwegs sein mit der ständigen Verarbeitung des gerade Gesehenen
und Erlebten; die Partnerschaft, bzw. das Erarbeiten einer neuen
Partnerschaft mit neuen Rollen in dieser neuen Welt, damit das 24h enge, ja
sehr enge Zusammensein Spass macht ...und nicht zu letzt der Verzicht auf
zuhause alltägliches, zumeist auch kleine Bequemlichkeiten wie eine
Toilette, eine heisse Dusche, die Body Lotion... - , der Zugang zu Medien,
das Internet, die Famile&Freunde usw... Nein..., mittlerweile (und wir
wissen das schon von unserer ersten grossen Reise her: Es dauert einfach 2-3
Monate), sind wir voll drin und geniessen jeden einzelnen kleinen Moment
unserer Reise in vollen Zügen.

...Nun meldet sich gerade definitiv unser Brot aus dem Feuer - ...wir haben
das mittlerweile gut im Gefühl, - es riecht ganz leicht verbrannt, ist es
aber nicht(!)..., hoffentlich, ...mal sehen.

Es ist perfekt! ...auf der einen Seite ein einfaches Vollkornbrot - ganz wie
vom Beck zuhause... - vielleicht etwas schwerer, wir mögen das... - und
daneben ein Kuchen à la Hugi mit viel Ei, Butter, Schoggi, Rum & diesmal
noch mit Macademia Nüssen. Prima.

In den letzten 5 Wochen in Alaska hat ein Highlight das vorhergehende
übertroffen. Weniger ist mehr, haben wir uns gesagt - und in Anbetracht,
dass wir in Alaska "nur" 5 Wochen verbringen konnten und in zwei Wochen von
heute 3000 Km südlich Aschi (Fränzi's Vater) treffen und die Zeit sinnvoll
aufgeteilt sein will, haben wir uns in Alaska auf wenige Orte konzentriert
und dort aber jeweils Volltreffer gelandet. Glücklicherweise hat das Wetter
mitgespielt. In Alaska ist dies besonders wichtig, denn im Schneesturm
machen Ausflüge mit Kanu oder Berg- und Gletscherwanderungen wenig Spass
oder sind gar unmöglich.

Insgesamt haben wir mehr als 2 Wochen unserem Hobby "aktive Vulkane"
gewidmet und uns einen Ausflug in den Katmai Nationalpark, ins "Valley of
The Ten Thousand Smokes"
geleistet. Gut, dass wir vorher im Denali
Nationalpark dank mehrtägigen Wanderungen, gute Fitness und Erfahrung im
Durchqueren von Gletscherflüssen und im Umgang mit Bären zugelegt haben.
Auch unsere Segelübungen auf ruhigen Seen mit gutem Wind waren wichtig,
ansonsten hätten wir auf dem grossen Naknek Lake im Katmai N.P. wohl auf
Hilfe warten müssen und nicht gewagt bei den vorherrschenden gröberen Wellen
und bei sturmartigem Wind vom Valley of The Ten Thousand Smokes mit voller
Bepackung zurück ins Basecamp zu segeln. Tja, und wie gesagt, unsere
Erlebnisse mit Bären... Nicht in den kühnsten Träumen hätten wir uns
vorstellen können, was wir im Katmai N.P in "Sachen Bär" erleben sollten.



Der Katmai N.P liegt ca. 200 Km westlich von Anchorage auf der Alaska
Peninsula, an dessen Westende sich die Aleuten anschliessen. Die Aleuten
bilden den nördlichen Halbkreis des Ring of Fire, ein Vulkan folgt dem
anderen. Der Park ist insgesamt vielleicht etwa so gross wie die Schweiz,
hat weder Strassen, noch kann er per Strasse erreicht werden. Er beherbergt
eine grosse Anzahl aktiver Vulkane, wobei derzeit keine Lava fliesst. Von
Anchorage aus sind wir nach King Salmon und anschl. per Wasserflugzeug in
die Brooks Lodge geflogen, wo wir das Basecamp aufgeschlagen haben. Brooks
Lodge ist der Einstiegsort in den Park und beherbergt eine Rangerstation,
bei welcher man sich registriert, seine Pläne deponiert, Bewilligungen
einholt und über den Park - insb. über den Umgang mit Bären - instruiert
wird. Die Lodge liegt am Naknek Lake einem herrlichen, recht verzweigten See
über welchen die Lachse zu ihren Laichplätzen an den vielen kleinen Flüssen
schwimmen. Brooks Creek - unweit der Lodge, bietet denn bereits herrliche
Möglichkeiten, Bären - fast ausschliesslich Grizzlis - beim Fischen zu
beobachten. Von Juli-August sammeln sie sich entlang der Creeks und an den
Zuflüssen zum Naknek Lake und fangen im flachen Wasser oder an Wasserfällen
die hereinströmenden Lachse.



"Eine gute Ausgangslage, dass die Bären hier genug zu fressen haben"
...sagen wir uns, als wir am 3. August, ausgerüstet für 5 Tage, ins "Valley
of The Ten Thousand Smokes" aufbrechen. Ausgerüstet mit guten Karten, GPS,
Katadyn-Wasserfilter und den üblichen Camp-Dingen, die man so mit sich
trägt, stürzen wir uns ins Abenteuer. Nach ersten Ueberquerungen von
kleineren Flüssen trecken wir entlang des Lethe Rivers, der sich z.t. 20-30
Meter tief in die Asche der grossen Eruption "Novarupta" von 1912
eingefressen hat ca. 10 km in das "Tal der 10000 Räucher" ein. Bis zu 70
Meter dick soll die Asche-Schicht sein auf der wir uns fortbewegen. Wir sind
fasziniert von der Vorstellung, dass binnen nur 2 Tagen 30 Kubikkilometer
Lava freigesetzt worden sind und der Mt. Katmai, als heute immer noch
stolzer Berg) dabei kollabiert ist und ca. 700 Höhenmeter verloren hat. Dank
unserem vorgängigen Besuch und unseren Kontakten zu Vulkanologen des
grössten Forscherzentrums in Alaska -  waren wir ausgerüstet mit höchst
spannender Literatur über die wissenschaftliche Auseinandersetzung zu dieser
grössten Eruption des 20. Jahrhunderts. Die Eruption ist nachwievor
Gegenstand aktueller Forschungen und wir waren informiert, dass sich 2
Forscher von USGS nach "revolutionären" neuen Entdeckungen derzeit im
Vulkangebiet aufhielten um Ihre neue Theorie zu festigen. Unser Plan war
denn auch, die beiden ausfindig zu machen, um mehr darüber zu erfahren.

Die Gegend scheint absolut unwirklich. An den Flanken des Tales liegen
aktive Vulkane, die zumeist Gletscher tragen, die bis in die Talsohle
reichen. 

An der Südflanke passieren wir eine Bergkette - die "Buttress
Range" - mit wilder Vegetation und fast tropenähnlichen, unzugänglichen
Einbuchtungen aus denen kleine Bäche ins Tal fliessen, die in der Asche des
Tals z.T. einfach ins nichts versickern. Die "Asche" fühlt sich zumeist fast
wie Sand am Meer an. Die vorherrschenden Bimststein-Körner sind aber so
leicht, dass sie sich im Wind viel leichter davontragen lassen und
Aschenstürme schon ab einem Wind von 40-50Km/h entstehen. Auch das sollten
wir erleben... 

....und wehe, Du kannst vorher nicht die Kontaktlinsen entfernen.
Fränzi kann ein Liedchen singen. Der zweite und dritte Tag führte uns quer
durchs Tal, über Gletscherflüsse, brrr..... - über Mt. Baked zu Novarupta,
dem eigentlichen Auswurfkrater der gigantischen 1912-Eruption und hinauf an
die Gletscherhänge von Mt. Trident und Mt. Magiek, von zwei stolzen
Vulkanen, die beide mächtige Gletscher ins Tal hinunterführen. Der Anblick
und die Besteigung von "Novarupta", führt zu einem "krimseln" der


Rückenhaare und bildlich bekannte Eindrücke von pyroklastischen Eruptionen
(z.B. aus dem Film "volcano") sind allgegenwärtig... - Man stelle sich vor,
Novarupta war heutigen Schätzungen zu Folge etwa 100 Mal stärker als die
Eruption am Mt. St. Helens. Noch eine Woche zuvor haben wir am Alaskan
Volcano Observatory die Seismografen von Novarupta, Mt. Trident und Mt.
Mageik beobachtet und das feine, ständige Grundzittern bewundert. "Status
grün", "schlafend" - no Problem für einen Besuch.... - und trotz aller Lust,
vulkanische Aktivitäten beobachten zu können, in diesem Moment waren wir
mehr als nur froh, dass diese tickenden Zeitbomben in diesem Moment einfach
nur schön weiterticken. Ja, es war eindrücklich.


Leider sind wir bei unserer Exkursion nicht auf die beiden Vulkanologen
gestossen, das wär sicher toll und vor allem spannend und lehrreich
gewesen...

Am vierten Tag wurden wir belohnt mit wechselhaftem Wetter und interessanten
Wolkengebilden, welche diese unwirkliche Landschaft mit seinen in allen
Farben leuchtenden Bergen, Gletscher, Aschenschichten, Canyons, Flüssen und
Seen zusätzlich betonte. Man muss sich fast rasch die Bilder auf unserer
Webpage kurz anschauen, um unsere Begeisterung nachvollziehen zu können. Am
Fusse von zwei Gletschern des Mt. Mageik befinden sich zwei herrliche
Gletscherseen, der rechte mürbig grau und gefüllt von sog. "Silt" (dt =
Loess, den Gletscher bei ihrer Wanderung produzieren...) und der linke See
in einem hell- bis turquoisblau, offensichtlich primär
Oberflächenschmelzwasser, was ihn klar und einladend für eine unserer
längeren Pausen machte. 

Wie auch immer... - Hugi versuchte sich mit einem
Bad, um sich die struppigen Haare zu waschen, aber in diesem Wasser nahe am
Gefrierpunkt verging dann schnell - zu schnell - der Ehrgeiz für peinliche
Sauberkeit. tja.

Schliesslich - eher unerwünscht - kam dann die Dusche am späteren Nachmittag
von oben und bei penetrantem Wind und fliegender Asche waren wir nach
erneuten 5-6 Stunden harter Wanderung spät abends froh, am gleichen Campspot
wie bei der 1. Übernachtung in den warmen Schlafsack schlüpfen zu können.

A propos - Highlights. Die Geschichte haben wir mit dem Stichwort "Bären" so
toll spannend eingeleitet und nun sind die doch in der Begeisterung über
"Vulkanismus" beinahe untergegangen. Ja wir hatten viele, wir meinen sogar:
ungewöhnlich viele Bären-Encounters, einige sind definitiv erzählenswert.
Unter Bären-Encounters meinen wir nicht einfach "Bär sehen" sondern mit Bär
zusammentreffen.... - klingt spannend gell... - ist es auch!


Das überraschendste: (Doppel Encounter, Naknek Lake 7. Aug 02)
********************
Mamma-Bär tritt 20 Meter hinter uns mit einem ganz Jungen Bärli am
westlichen Ende des Naknek Lake an den Strand und kommt direkt auf uns zu.
Sie hat uns gesichtet und bleibt stehen. "Hopplabär" sagt sich da
unsereiner, denn speziell Mammabären sind nicht immer gutgelaunt,
insbesondere wenn sie ihre Kinder nicht in Sicherheit wissen. Wir stellen
nochmals sicher, dass sie wirklich weiss, dass wir da sind, denn Bären sehen
unglaublich schlecht... - und oh schau: Nun kommen noch zwei weitere kleine
Bärlis aus dem Wald und laufen zu Mammabär. Wir bewegen uns rückwärts,
glücklicherweise sind Kamera & Fotoapparat händy... und s'gibt ein paar
Bildli. Nun bewegt sich Mammabär mit den Jungs aber so schnell in unsere
Richtung, dass wir nur mit Rennen genug schnell gewesen wären. Nun hatten
wir gerade gelernt, dass man von einem Bär NICHT wegrennen soll (sonst rege
dies offensichtlich seinen Jagd-Instinkt) und so bewegen wir uns vom Strand
ans Dickicht und bleiben stehen. Sie passiert uns schliesslich in ca. 8
Meter Abstand am Strand... bzw. Mamma-Bär bleibt am Punkt der kürzesten
Entfernung zu uns kurz stehen und begutachtet uns mit einem undeutbaren
Blick (das ist so der Moment, wo das Herz erste ungewollte Sprünge macht).
Die drei Jungs schliessen auf - was für ein herrliches Bild! Schliesslich
zieht sie an uns vorbei und zieht Richtung Süden weiter dem Strand entlang.
Wir bleiben noch einen Moment stehen und erholen uns vor dem Moment.
Mittlerweile schwimmt Mamma-Bär ca. 200 Meter weg von uns im See und taucht
den Lachschwärmen hinterher. Die Juniors scheinen auch Ihre ersten
Schwimmübungen zu machen und schwimmen etwas näher zum Strand hinterher,
wunderbar. Nun kommt des Touristen Laster, des mehr sehen wollens -
schliesslich kann's ja nicht gefährlicher werden, als es schon war, denken
wir uns - und wir gehen ihr hinterher. Leider zieht sie in Ihrer Jagd nach
Lachs relativ schnell um eine Kurve und bis wir da angelangt sind, ist die
Family nirgends mehr zu sehen. Tja.. sagen wir uns - schade, das hätten wir
gerne noch länger beobachtet... - und wir machen kehrt zurück. Nach ca. 20
Meter spazieren krachts plötzlich vorne im Gehölz und MammaBär und die Jungs
stehen erneut unmittelbar vor uns. Diesmal vorweg nur 10 Meter weg und sie
kommt erneut... SCHNELL auf uns zu. "War es das?" geht uns durch den Kopf
während wir uns erneut so rasch wie möglich Rückwärts bewegen. Zu langsam -
eindeutig zu langsam! "Jitz het's üs am Schilet!"... - Etwa bei 4 Meter
Abstand entschliesst sich Mammabär, links ins Gebüsch zu stechen und
verschwindet mit den Jungs im Dickicht.  - Hätten wir einen Flachmann
dabeigehabt, so hätten wir uns nach diesem Doppel-Encounter definitiv einen
genehmigt.



Das "mulmigste" (Marius, Margot Creek 8. Aug 02)
***************
Marius nimmt ca. 100 Meter vom Zelt einen grossen Lachs aus. 100 Yards
werden als Mindestdistanz für Kochen, Aufbewahrung von Essen, usw.
empfohlen. Da das Gelände beim Fluss mit hohem Gras bewachsen ist und es von
Bären entlang vom Margot Creek generell nur so wimmelt, ist Hugilein
lauthals am Singen und am laute Selbstgespräche führen. Plötzlich erhebt
sich in ca. 8 Meter Abstand aus dem hohen Gras ein ausgewachsener Grizzli
und bestaunt Marius und seinen Fisch... - Hat er den Fisch auch wirklich
gesehen? - Wir sollten es nie herausfinden, er hat sich unerwarteter Dinge
wieder entfernt. Eins ist gewiss. Lass Dich von einem Bären besser nicht mit
einem Lachs erwischen!



"Das tollste und schönste" (Margot, Creek 9. Aug 02)
**************************
Das schönste: Mamma-Bär und seine zwei Jungs am Margot Creek, ca. 2Km
nordöstlich vom Valley of the Ten Thousand Smokes.
Wir hiken entlang des Margot Creek, an welchem derzeit die Lachse zu
Tausenden an ihre Laichplätze migrieren. Plötzlich stossen wir auf eine
Mammabär mit 2 Jungen, die ca. 20 Meter vor uns an einem saichten Ort am
Fluss nach Lachs fischen und die Zeit vertrödeln. Sie nimmt uns wahr und
nach kurzem riechen und lauschen (wir machen gleich sofort Stimm- und
Gesangsübungen à la Meilleure... - Ich sag euch spätestens im Bärengebiet
lernt jeder singen!)... - widmet sie sich wieder dem Lachsfischen bzw. dem
Spielen mit den beiden Jungs. Dabei kommt uns die Family bis auf ca. 10
Meter näher. Mamma scheint dabei gleichwohl unbekümmert und häppy zu sein
und lässt uns über 2 Stunden lang zusehen. Es war Kino live... - mit der
ständigen Spannung und Fragestellung, ob sich die Situation nicht doch
plötzlich in eine Gefährliche wandeln könnte.


So... - uns frieren beim Schreiben wieder mal die Finger ab (wir sollten uns
mal so Spezial-Händsche für Outdoor-PC-Freaks - sofern das gibt - zulegen).
Mittlerweile auf dem 60 Breitengrad ist die Sonne auch schon wieder ab 10h
weg und die Nächte sind dunkel wie bei uns.

Tja... wir strapazieren nebst Fingern sicher auch Deine Zeit!(?) Wir haben
gehört, dass die Schweizer Wirtschaft nicht gerade Höhenflüge erlebt(?),
also je nach Flaute im Geschäft könnte unser Roman als gute Abwechslung -
oder sonst evtl. durchaus als Bettlektüre dienen - Oder?   :)

Ein weiteres Highlights in Alaska waren unsere Ausflüge in die
Gletscherwelt, Gletscherwanderungen und Eisklettern. Derzeit befinden wir
uns am Mush-Lake im Kluane N.P. Dieser ist nur mit einem 4-Rad Antrieb und
guten Nerven erreichbar. Für die ca. 30 Km hier rein haben wir ca. 5 Stunden
gebraucht und mussten teilweise die Strasse so aufmöbeln, dass wir nicht
gleich unsere Kiste und z.T. sogar Hals und Kragen riskierten. (...Es
herrscht schon wieder gewisse Ehrfurcht vor dem Rückweg...). Dafür wurden
wir mit einem verlassenen See mit wunderschönem Strand belohnt und den
Spuren nach, gibts auch hier viel Bär, Elch und anderes Getier zu sehen.
Mit etwas Glück erhaschen wir morgen einen tollen Ausblick in die Bergwelt
des Mt. Logan, dem höchsten Berg in Canada.

...let's see.

Unsere Kiste läuft prima und macht uns unglaublich Freude. Nochmals "special
thanx" an Marcel und Barbara aus Bern. Ihr habt uns ein super Gefährt
überlassen! Es ist einfach toll, sich dank 4-Rad Antrieb und Schnorchel den
Camp-Spot auf der anderen Seite des Flusses oder Seeleins aussuchen zu
können. Das gute Abenteuer startet mit der richtigen Ausgangslage, welche
wir dank 4-Rad - Antrieb schon n-fach schaffen konnten.

In zwei Wochen von heut stösst Aschi - Fränzi's Daddy - für 5 Wochen zu
uns... und wir freuen uns riesig. Meinem Daddy wünschen wir vorerst gute
Besserung und hoffen, dass er auch bald - evtl. in den wärmeren Gefilden von
Mittelamerika zu uns stossen kann.

so far - en liebe Gruess aus dem Yukon
1000 :)
Marius & Fränzi

...wo ist denn dieser blöde Fisch??!

Volcano Expeditions / Vulkan Expeditionen / Hints & Tips / Trails to active volcanoes 
Copyright © 2003 Marius Staerkle "volcano expeditions around the pacific (ring of fire)"
Date: 18th May 2004